Freizeiteinrichtung - Museen
Kieler Schifffahrtsmuseum
Museum zur Zeit wegen Umbaus geschlossen, Museumsbrücke geöffnet. Mit der Wiedereröffnung des Schifffahrtsmuseums ist erst im Frühjahr 2013 zu rechnen.
Das Kieler Schifffahrtsmuseum befindet sich in der ehemaligen Fischhalle unweit der Museumsbrücke. In dem Museum sind Objekte aus allen Themen der Seefahrt ausgestellt, von Schiffsmodellen, nautischen Instrumenten, Bilder, Galionsfiguren, Seefundstücken bis zu den drei Museumsschiffen, dem Seenotrettungskreuzer Hindenburg, das ehemalige Feuerlöschboot Kiel und den Tonnenleger Bussard an der Museumsbrücke.
Neben den ständigen Ausstellungen und Objekten, wie dem ältesten U-Boot der Welt, dem Anschütz Kreiselkompass, ein Original-Echolot, die Wohnküche eines Werftarbeiters sowie einem Kieler Knabenanzug werden in der Fischhalle ständig wechselnde Ausstellungen präsentiert. Kinder und Familien erhalten in der Ausstellung einen Einblick in das Leben an Bord und im Schiffbau. Neben den zahlreichen geschichtlichen Ausstellungsstücken sind maritime Monumentalbilder aus der Kaiserzeit und Darstellungen der "Faszination Kieler Förde" ausgestellt.
Der Tonnenleger Bussard an der Museumsbrücke
Das Schiff wurde zur Seezeichenwartung in der westlichen Ostsee eingesetzt und in der Papenburger Meyer-Werft 1905/06 für die königliche Wasserbauinspektion Flensburg gebaut. Seit Mitte der 1960er Jahre war der Dampfer mit seiner markanten Rauchfahne Start- und Zielschiff der Kieler-Woche-Regatten. 1979 wurde die Bussard als letztes dampfbetriebenes Seeschiff der Bundesrepublik außer Dienst gestellt. Technische Daten: 540 PS, betriebsbereite Maschine befindet sich noch heute im Originalzustand, Geschwindigkeit von 12 Knoten bei voller Fahrt, Besatzung 13 Mann. Ein Rundgang führt unter Deck und zeigt die engen Kojen, Messe und Aufenthaltsraum. Weiter geht es durch Laderaum und Kohlenbunker, in dem historische Dokumente und Fotos ausgestellt sind. Die Dokumentation zeigt das Leben an Bord und die Aufgaben eines Seezeichendampfers. Nächste Stationen sind der Maschinenraum mit der originalgetreu erhaltenen Dampfmaschine aus dem Jahr 1905, die Funkkammer und Kajüten der Offiziere und des Kapitäns. An Deck befinden sich Salon für Offiziere und die enge Kombüse. Die Kommandobrücke kann nur über eine Leiter erreicht werden, hier erhalten Besucher den Blick über das Schiff, wie Kapitän und Steuermann hatten. Gut zu sehen sind auch die Winden und Ladebäume, mit denen die Tonnen und andere Seezeichen zur Wartung an oder von Bord gehoben wurden.
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