Freizeiteinrichtung - Museen
Jüdische Museum Rendsburg
Das Jüdische Museum Rendsburg befindet sich in einer ehemaligen Synagoge der früheren jüdischen Gemeinde in Rendsburg. Bis zum Beginn des zweiten Weltkriegs bildete sie den kulturellen Mittelpunkt der jüdischen Minderheit. das Gebäude blieb trotz Pogromnacht weitgehend intakt, da ein Fischhändler es aufkaufte und als Räucherei und Lagerraum benutzte. Seit seiner Renovierung 1985/1988 beherbergt es das Jüdische Museum Rendsburg.
1991 wurde das Museum durch zwei Häuser (Julius-Magnus-Haus) am Innenhof erweitert, die für Sonderausstellungen, Bibliothek, Medienraum und Archiv genutzt werden können. Die Gebäude erinnern mit ihren Namensträgern an bekannte Rendsburger Bürger, die als Juden verfolgt und in den Suizid getrieben wurden, an den Arzt Dr. Ernst Bamberger und an den letzten Gemeindevorsteher Julius Magnus, stellvertretend zum Gedenken an alle Rendsburger jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft.
Im Museum selbst sind mehrere Themen dargestellt. Ein Bereich widmet sich der Bildenden Kunst jüdischer Künstler, die verfolgt wurden: Liebermann, Nussbaum, Hebroni. Ein anderen Teil stellt die Geschichte der schleswig-holsteinischen Juden dar.
Die Mitarbeiter des Museum bieten Führungen zu interessanten Themen an, z.B. zum ehemaligen jüdischen Leben in der Toleranzstadt Rendsburg, zur Geschichte des baudenkmals und zum Verständnis der Jüdischen Religion mit ihren festen und Bräuchen.
Das Museum ist Teil der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.
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