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Freizeiteinrichtung - Museen

Zeidel-Museum Feucht

Abbildung Einrichtung
© Bild 1-2 Zeidel-Museum

Das Museum liegt im Herzen der Marktgemeinde Feucht bei Nürnberg. Dieser Ort war jahrhundertelang eines der bedeutendsten Imkerzentren Deutschlands, da er im Nürnberger Reichswald gelegen war. Mit seinen nektarreichen Tannen, Fichten, Linden und Weiden und seinen ausgedehnten Heidekraut- und Heidelbeer- bzw. Preiselbeerflächen bildete er für Hunderte von wilden Bienenvölkern die Lebensgrundlage.

Dieser Wald gehörte dem Kaiser und wurde bereits 1266 in einer Urkunde als des Kaisers und des Reiches Bienengarten bezeichnet. Die Ausbeutung der Bienenstöcke zwecks Honiggewinnung übertrug er den Zeidlern. Zeidel bedeutet Honig und zeideln die Honigwaben aus dem Stock herausschneiden. Da sich die Bienenstöcke gewöhnlich in Baumhöhlungen befanden, wurden sie zu den ersten Bienenwohnungen, den so genannten Klotzbeuten. Erst später verwendete man Bienenkörbe und heutzutage Kasten- oder Magazinbeuten.

Da Bienenhonig im Mittelalter das einzige Süßungsmittel war, Bienenwachs vor allem für die Kerzenherstellung in großen Mengen gebraucht wurde, und der Met oder Honigwein ursprünglich das wichtigste volkstümliche Getränk war, kamen die Zeidler zu Ansehen und Wohlstand. - Auch der Nürnberger Lebkuchen ist undenkbar ohne die Zeidler.

Deshalb wurden diese auch von den deutschen Kaisern gefördert. So gab es seit 1350 ein Privileg von Karl IV, das ihrem Berufstand die Zollfreiheit, Lehensfreiheit, Gerichtsbarkeit, sowie jagdliche und forstliche Rechte verlieh. Die einzige Verpflichtung der Zeidler bestand darin, dem Kaiser Kriegsdienst zu leisten. Dafür wurden sie mit Armbrüsten ausgerüstet. - Noch heute ziert der Zeidler mit seiner Tracht und der Armbrust das Feuchter Gemeindewappen.

Im Feuchter Zeidel-Museum erwartet ist eine große Zahl von Imkergeräten aus Deutschland und ganz Europa. - Hier sehen Sie Imkerpfeifen, Zeidelmesser, Bienenkörbe, Figurenbeuten, Honigschleudern, Wachspressen, verschiedenste Gefäße für Honig und vieles mehr. Ferner die Bibliothek, Sammlungen von Insekten und deren Behausungen, wie große Wespen- und Hornissennester, zahlreiche Fotos und Modelle, die das Leben der Bienen erklären und ihre enorme Bedeutung für ihre Bestäubungsleistung in der Natur erläutern. - Auch wird auf die Apitherapie verwiesen; also auf die Heilkräfte aus dem Bienenvolk: durch Gelée Royale, Pollen, Propolis, Wachs und nicht zuletzt Bienengift.

Abbildung Einrichtung
© Bild 1-2 Zeidel-Museum

 

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Zeidel-Museum Feucht Freizeiteinrichtung - Museen Zeidel-Museum Feucht Pfinzingstraße 6 90537 Feucht Tel: 09128-1 21 84 Fax: nicht eingetragen Webseite |

Saison
ganzes Jahr

Öffnungszeiten
Sonntags von 13:30 bis 17:30 Uhr

Eignet sich für Kinder
von 6 bis 18

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Verfasst von randy123
am 27.08.2009
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