Freizeiteinrichtung - Natur & Co.
Tropfsteinhöhle Schulerloch Essing
In den großen Hallen der Tropfsteinhöhle Schulerloch wohnten schon vor etwa 80 000 bis 35 000 Jahren Gruppen von Neandertalern, die als Jäger und Sammler durch das Altmühl-tal streiften. Markante Funde aus dieser Zeit können in den Ausstellungen bei der Höhle besichtigt werden. Auch kelti-sche Druiden sollen hier in grauer Vorzeit eine Schule betrieben haben. Jetzt ist das Schulerloch für Besucher erschlossen, elektrisch beleuchtet und man kann während der rund halbstündigen Führung viel Interessantes über die ehe-maligen Höhlenbewohner und die Tropfsteine erfahren.
Nach einem gut viertelstündigen Aufstieg durch den Wald kommt man zum Eingang der Höhle, der von dem Erschließer des Höhlensystems, Anton von Schmauß im Jahre 1828 errichtet wurde. Verschiedene Fledermausfilme, die in einer der beiden Ausstellungen vorgeführt werden, informieren den Besucher ausführlich über die nachtaktiven Säugetiere und verkürzen eine evtl. Wartezeit auf die nächste Führung. Durch das Tor des Pavillons betritt man die erste Halle, in der einstmals die Neandertaler lebten. Zum Schluß der Führung wird das e-lektrische Licht ausgemacht, so daß man sich in die Zeit der Urmenschen zurückversetzt fühlt, als hier völlige Dunkelheit herrschte und nur das monotone Tropfen des Höhlenwassers zu hören war. Mucksmäuschenstill lauschen auch die Kinder.
Da das Wasser im Schulerloch relativ kalkarm ist, sind die Tropfsteine nicht so lang und spitz, wie in anderen Tropfsteinhöhlen. Sie bilden zum Teil bizarre Formen, die - wie die Führerin erklärt - an Drachen, Schlangen oder eine Gebirgslandschaft erinnern. Im sogenannten Tempelraum, in dem die Druidenschule gewesen sein soll, überwintern seit Jahrtausenden Fledermäuse. Noch heute ziehen sich die Tiere in der kalten Jahreszeit hier zurück, weswegen die Höhle zu ihrem Schutz im Winter geschlossen ist.
In jüngster Zeit wird dieser etwa 800 qm grosse Raum im Sommer für Musikveranstaltungen oder für private Abendtermine mit Bewirtung genutzt. Die beeindruckende Akustik des Tempelraumes kann man während einer kurzen Musikvorführung in jeder Besichtigung genießen.
Da in der Höhle eine konstante Temperatur von 9 Grad herrscht, sollte man unbedingt warme Kleidung mitnehmen.
Der Aufgang zum Schulerloch beginnt an der Straße von Kelheim nach Riedenburg, rund 4 Kilometer westlich von Kelheim. Der Parkplatz liegt direkt an der Straße und ist deutlich beschildert. Vom Parkplatz führt ein gut befestigter Weg durch den Wald bergauf zum Eingang der Höhle. Die Gehzeit für Erwachsene beträgt rund 15 Minuten und man überwindet ca. 50 m Höhenunterschied, ist deshalb für Körperbehinderte schwierig und für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet.
Veranstaltungskalender
Mai 2012
Kommentare und Bewertungen zu dieser Einrichtung
Bisher wurde noch kein Kommentar und keine Bewertung eingetragen.




